Autobahn und Park: Das sind zwei Begriffe, die nichts miteinander verbindet - eigentlich. RUHR.2010 wagt jetzt ein spannendes Experiment: Mit Blick auf die Kulturhauptstadt soll die A 42 zur "Parkautobahn" umgestaltet und in den Emscher Landschaftspark integriert werden.

Im Auftrag der Anliegerstädte entwickelten zwei Landschaftsarchitekturbüros erste Ideen für eine Neugestaltung: So wird etwa das Begleitgrün an den Seiten- und Mittelstreifen ästhetisch gestaltet, gleiches gilt für die Lärmschutzwände. Landschaftsfenster heben besondere Orte in der Umgebung hervor und Infostationen bieten an prominenten Ausfahrten Ein- und Aussichten zu weiteren Aktivitäten im Emscher Landschaftspark.

Es entstehen außerdem sogenannte "Ohrenparks" in den Autobahnkreuzen Duisburg-Nord, Oberhausen-West, Essen-Nord, Recklinghausen, Castrop-Rauxel-Ost. Bei der Gestaltung spielt die Wahrnehmung des Autofahrers. So werden Blickrichtungen in Form von neuen Sichtschneisen im vorhandenen Baumbestand nachvollzogen und unterstützt. Auch auf den landschaftlichen Charakter des Emscher Landschaftsparkes nehmen die "Ohrenparks" Bezug.

Das Projekt "Parkautobahn" verfolgt nicht nur landschaftsplanerische Ziele, sondern soll auch die Verkehrssicherheit auf der A 42 erhöhen. Kreative Akzente durchbrechen die Monotonie beim Fahren, die sich gerade auf Autobahnen einstellt und die Unfallgefahr erhöht.

Die "Arbeitsgemeinschaft Parkautobahn" besteht aus den Anliegerstädten der A 42, dem Regionalverband Ruhr (RVR), der Arbeitsgemeinschaft Neues Emschertal, Straßen.NRW, dem Europäischen Haus der Stadtkultur sowie RUHR.2010 und arbeitet eng zusammen mit dem NRW-Umwelt- und Verkehrsministerium. [idr 2008/2148 (GaNe), vom 16.12.08./12.53]

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WAZ vom 16.12.2008

  


Redaktion: Referat Kultur / Kulturhauptstadtbüro -  16.10.2008
Im Übrigen gilt das Impressum von www.gelsenkirchen.de

 

A 42 wird zur "Parkautobahn" entwickelt

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